juicies world
alles lüge #4

*Kira*

Einen Tag später stand ich Punkt halb vier vor dem ‘Schultheater’. So wurde die Aula immer genannt, wenn Theaterproben waren. Unsere Aula war abgestuft und hatte am End eine relativ große Bühne. Ich fand den Raum echt klasse. Heute war ich allerdings ziemlich aufgeregt, als ich ihn betrat. Wie immer war ich eine der ersten, die da waren. Ich setzte mich in die erst Reihe und schlug das Buch auf, in dem ich gerade las. Obwohl ich wusste, das der Lehrer wie immer zu spät kommen würde, war ich zu früh gekommen. Naja, dann kam ich wenigstens in dem Buch weiter.
Mit der Zeit wurde die Aula immer voller und damit auch lauter, bis ich mich schließlich gar nicht mehr auf mein Buch konzentrieren konnte. Am lautesten war die Clique der beliebten Schüler, sie zeigten es gerne, das sie über den anderen standen. Sie saßen auch in der Mitte des Raumes, währen die anderen sich eher an den Rand drängelten. Ich schaute mich unter den anderen um. Keinen, den ich kannte, beziehungsweise, mit dem ich mich verstand, aber das waren sowieso so wenige, das ich sie an einer Hand abzählen konnte. Uns stimmte schon, sie interessierten sich alle nicht für Theater. Manche der Darsteller kannte ich nicht mal.
Schließlich und endlich betrat Herr Hofman die Bühne, bat um Ruhe und begrüßte alle. Wie immer stellte er zunächst alle Darsteller vor und beschrieb kurz die Rollen, die sie zu spielen hätten. Dazu nannte er auch immer gleich die Zweitbesetzungen, das heißt, mein Name fiel fast ganz am Anfang. Das war noch nie gewesen. Dann gab er uns unsere Texte aus und wir lasen ihn erstmal zusammen. Ich war los nicht gefordert und konnte mich in ruhe auf Bills schöne Stimme konzentrieren. Als wir zur Hälfte durch waren, war es auch schon an der Zeit sich wider zu trennen, wir wollten uns erst in einer Woche wieder treffen, bis dahin sollte jeder schon mal seinen Part in der ersten Szene lernen, aso die, die schon dran kamen.
Herr Hofman hielt mich noch einmal zurück.
HH: Kira, ich hoffe du versteht, das ich dir die Hauptrolle nicht geben konnte, ich bin wirklich von deinem Talent überzeugt.
K: Danke *weg guck*
HH: Ich wollte sich darum bitten, der Sofleuse etwas unter die Arme zu greifen, also ihr zu helfen bei dem, was sie machen muss. Sie hat das noch nie gemacht und du kennst dich ja aus. Ich würde mich auch sonst über deine Hilfe freuen, wenn du denkst, das man etwas anders besser darstellen könnte, als ich das geplant habe.
K: Ok, danke.
HH: Kein Problem.
Ich verließ die Aula und machte mich auf den Weg nach Hause.
Immerhin etwas, dacht ich im stillen, besser, als immer am Rand zu sitzen und die anderen die Arbeit machen lassen. Wer war eigentlich Sofleuse? Ich musste Morgen unbedingt noch mal nachschauen, die Liste hing ja immer noch am schwarzen Brett, ich hoffte, das sie morgen noch hing…

28.12.06 14:20
 


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