juicies world
fanfictions

alles lüge #6

*Kira*

Ich konnte die Nacht irgendwie nicht schlafen, und wenn ich dann doch in Halbschlaf verfiel, träumte ich von Bill als Romeo und mir als Julia. Ach wäre es nur wirklich so…
Putzmunter sprang ich aus meinem bett, als mein Wecker klingelte. Das war selten vorgekommen, keine Ahnung, was heute in mich gefahren war. Vielleicht hieß es ja was gutes? Naja, dann machte ich mich mal besser ‘hübsch’.

Eine Stunde später eilte ich noch vor dem Unterricht an das schwarze Brett um nachzusehen, wer denn Sofleuse im Stück werden sollte. Irgendeine Sabrina, öhm…? Ob ich die kannte? Glaub mal eher nicht. Neben mit stellte sich jemand ebenfalls ans schwarze Brett und ohne groß nachzudenken, fragte ich nach.
K: Äh, hi, du weißt nicht zufällig, wer diese Sabrina ist, oder?
B: Nein.
Halt… was war das? Irgendwie kam mir diese Stimme bekannt vor. Langsam wand ich meinen Kopf zu dem Gesprächpartner. Verdammt, da hatte ich doch grad, ohne es zu wissen, Bill angesprochen.
Peinlich, hoffentlich wurde ich jetzt nicht rot. Ohoh, zu spät, fürchte ich. Naja, jedenfalls wusste er jetzt, das ich eine Stimme hab.
B: Hey, du bist doch die Zweitbesetzung der Julia, nicht wahr?
K: Äh, ja… ja genau.
B: Na dann, herzlichen Glückwunsch *nicht gerade Begeistert ist*
Damit verschwand er. Häh? Was ist denn jetzt los? Was hatte er damit gemeint, herzlichen Glückwunsch? Was war passiert, wofür mir gratuliert werden konnte? Das er mit mir und ich mit ihm gesprochen hatte? Nein, die einzige, die mir dazu gratulieren würde, war Anna.
Leicht verwirrt machte ich mich auf den Weg zum Unterricht.
K: Anna, ich muss dir was sagen!!!
A: Ok, aber ich muss erster. Es ist was passiert, ich habs eben aufgeschnappt.
K: Hey, was ist los? Du schaust so komisch, bitte drück jetzt nicht meine gute Stimmung.
A: Na gut, ich denk mal, das ich beides machen wird, gute und schlechte Stimmung. Also als erstes mal, das schreckliche, Lindsay hatte wohl gestern nach der Schule einen Unfall, ein Bein gebrochen, liegt jetzt erstmal eine Weile im Krankenhaus, danach ewig lang Krücken und so weiter. So komm ich jetzt mal zur guten Nachricht. Das heißt, das du die Julia bist, zumindest bis es ihr besser geht.
K: …
A: Willst du nichts sagen?
K: …
A: Ähm, ok, dann sag mal, was du mir sagen wolltest.
Ich erzählte jetzt schnell, was eben am schwarzen Brett geschehen war. Damit war auch Bills komische Andeutung klar.
Halt mal! Stopp! Das hieß jetzt aber… das ich neben Bill spielen würde? Oh Gott, bitte steh mir bei…

30.12.06 12:16


alles lüge #5

+Bill+

Nach der Probe ging Bill noch seinen Freunden Kevin und Niklas etwas durch die Stadt, das war sozusagen wichtig, das er sich zeigte. Doch plötzlich klingelte Bills Handy, er sah das jetzt auch mal zu seinem Vorteil, so konnte er sich mehr beweißen vor den ganzen Leuten hier, zeigen, das er jemand war, mit dem viele etwas zu tun haben wollten.
Die Nummer war unbekannt, egal, Hauptsache telefonieren.
B: Hallo?
Juicie: Hallo? Bill? Hier ist Juicie, ich… es ist schrecklich *schluchz*
B: Hey Juicie? Woher hast du denn meine Nummer?
J: Von Lindsay, sie… sie… *schnief*
B: Hey, was ist denn los? Ist was passiert?
J: Ja… sie liegt im Krankenhaus, hatte eben einen Unfall, es ist schrecklich.
B: Und wie geht es ihr?
J: Nicht so toll, sie wird wohl eine Weile bleiben müssen, also, ich weiß ja nicht, wann ihr die nächste probe habt, aber du musst dann eben Herrn Hofman sagen, das die nicht kommt.
B: OK, mach ich dann. und danke für deinen Anruf. Sag ihr gute Besserung von mir.
J: Mach ich, bye.

K: Hey Alter, was los, du schaust ja aus, wie ein Gespenst.
B: Lindsay hatte en Unfall.
N: Und das Stück?
B: Denkst du nur daran? Ich mein, sie liegt im Krankenhaus?
K: Echt? So schlimm? Scheiße…
B: Und das heißt Zweitbesetzung muss ran… und wehe einer von euch lacht jetzt.
Das letzte hatte er nicht wirklich sagen wollen, aber es ging schließlich um seinen Ruf. Er war nicht grundsätzlich so, das er anderen Leute schlecht machte, nicht in seinen Gedanken, aber vor Freunden musste man manchmal Dinge machen, die einem nicht passten, wenn man sie nicht verlieren wollte. Das war jedenfalls seine Einstellung.
N: Boah, Junge, hast du gesehen, wie die Braut dir hinterher gestarrt hat?
B: Häh? Was? Nee…
K: Wo warste denn mit deinen Gedanken? Bei Kira Schatzi?
B: Hey, lass das doch.
N: OK. Kommen wir zu der Braut. Hast du sie echt nicht gesehen? Du solltest die mal ansprechen.
B: Wieso?
N: Na schau sie dir doch mal an.
B: Das is nur eine von vielen dieser Art, die ich haben könnte, aber sie ist nicht, was ich suche.
K: Ach und was suchst du?
B: Jungs, das hatten wir doch schon, das weiß ich dann, wenn es vor mir steht.
N: Aber du könntest jeden haben, versuchs doch mal.
K: Genau, mach doch mal.
B: Ich weiß, aber…
K: Beweiß es uns!
N: Gute Idee, Kev. Beweiß uns das du jede haben kannst.
B: WAS? Jungs…
N: Nein, ich find Kev hat recht, zeig mal, was du drauf hast. Wir suchen wir auch jemand leichtes.
K: Du denkst doch nicht…?
N: Doch genau, das denk ich.
B: Würdest ihr mich mal einweihen.
K: Klar, aber nur, wenn dus machst.
Scheiße, warum konnte er jetzt nicht nein sagen? Aber sein Ruf…
B: Ok, dann schieß mal los. So schwer kann das ja nicht sein.
N: Gut, dann hör mal zu… *fies grins*…

29.12.06 19:16


alles lüge #4

*Kira*

Einen Tag später stand ich Punkt halb vier vor dem ‘Schultheater’. So wurde die Aula immer genannt, wenn Theaterproben waren. Unsere Aula war abgestuft und hatte am End eine relativ große Bühne. Ich fand den Raum echt klasse. Heute war ich allerdings ziemlich aufgeregt, als ich ihn betrat. Wie immer war ich eine der ersten, die da waren. Ich setzte mich in die erst Reihe und schlug das Buch auf, in dem ich gerade las. Obwohl ich wusste, das der Lehrer wie immer zu spät kommen würde, war ich zu früh gekommen. Naja, dann kam ich wenigstens in dem Buch weiter.
Mit der Zeit wurde die Aula immer voller und damit auch lauter, bis ich mich schließlich gar nicht mehr auf mein Buch konzentrieren konnte. Am lautesten war die Clique der beliebten Schüler, sie zeigten es gerne, das sie über den anderen standen. Sie saßen auch in der Mitte des Raumes, währen die anderen sich eher an den Rand drängelten. Ich schaute mich unter den anderen um. Keinen, den ich kannte, beziehungsweise, mit dem ich mich verstand, aber das waren sowieso so wenige, das ich sie an einer Hand abzählen konnte. Uns stimmte schon, sie interessierten sich alle nicht für Theater. Manche der Darsteller kannte ich nicht mal.
Schließlich und endlich betrat Herr Hofman die Bühne, bat um Ruhe und begrüßte alle. Wie immer stellte er zunächst alle Darsteller vor und beschrieb kurz die Rollen, die sie zu spielen hätten. Dazu nannte er auch immer gleich die Zweitbesetzungen, das heißt, mein Name fiel fast ganz am Anfang. Das war noch nie gewesen. Dann gab er uns unsere Texte aus und wir lasen ihn erstmal zusammen. Ich war los nicht gefordert und konnte mich in ruhe auf Bills schöne Stimme konzentrieren. Als wir zur Hälfte durch waren, war es auch schon an der Zeit sich wider zu trennen, wir wollten uns erst in einer Woche wieder treffen, bis dahin sollte jeder schon mal seinen Part in der ersten Szene lernen, aso die, die schon dran kamen.
Herr Hofman hielt mich noch einmal zurück.
HH: Kira, ich hoffe du versteht, das ich dir die Hauptrolle nicht geben konnte, ich bin wirklich von deinem Talent überzeugt.
K: Danke *weg guck*
HH: Ich wollte sich darum bitten, der Sofleuse etwas unter die Arme zu greifen, also ihr zu helfen bei dem, was sie machen muss. Sie hat das noch nie gemacht und du kennst dich ja aus. Ich würde mich auch sonst über deine Hilfe freuen, wenn du denkst, das man etwas anders besser darstellen könnte, als ich das geplant habe.
K: Ok, danke.
HH: Kein Problem.
Ich verließ die Aula und machte mich auf den Weg nach Hause.
Immerhin etwas, dacht ich im stillen, besser, als immer am Rand zu sitzen und die anderen die Arbeit machen lassen. Wer war eigentlich Sofleuse? Ich musste Morgen unbedingt noch mal nachschauen, die Liste hing ja immer noch am schwarzen Brett, ich hoffte, das sie morgen noch hing…

28.12.06 14:20


alles lüge #3

*Kira*

Nachdem ich das Blatt jetzt gut fünf Minuten angestarrt hatte, begann ich doch zu realisieren, das das, was da stand, echt war. Ich drehte mich also um und erstarrte wieder. Genau hinter mir war Bill die ganze zeit gestanden, wie gut, das er keine Gedanken lesen konnte. Ich blickte zu ihm auf, er jedoch war in ein Gespräch mit seinen komischen Freunden vertieft. Was er von den Trotteln wollte, konnte ich echt nicht verstehen, die warn ja nichts wert. Egal, hatte mich ja auch nicht zu kümmern. Jetzt gingen die drei Weg und auch ich machte mich auf den Weg zu meiner nächsten Stunde, Astro, war zwar nicht wichtig, aber es verbesserte meinen Durchschnitt.
Gerade rechtzeitig vor dem Lehrer stürmte ich in das Zimmer und setzte mich auf meinen Platz neben Anna. Sie sah mich fragend an.
A: Und? Hings schon aus?
K: Ja *g*.
A: Bist du drin?
K: Zweitbesetzung für Julia.
A: Echt?
K: Ja.
A/K: *Kreisch und in Arme fall*
Lehrer: Aber meine Damen, der Unterricht hat schon angefangen, bitte setzen sie sich richtig an ihre Plätze und passen sie auf.
Wir setzten und richtig auf unsere Plätze und hörten dem Lehrer über seine Ausführungen zum Aufbau eines Kometen zu. Richtig konzentriert war ich aber nicht bei der Sache, morgen würde schon die erste Probe sein. Von da an würde ich jeden zweiten oder dritten Tag ein oder zwei Stunde meiner Freizeit mit Bill verbringen, naja, wenn man das so nennen konnte.

28.12.06 02:44


alles lüge #2

*Kira*

Aufgeregt näherte ich mich dem schwarzen Brett. Heute würde endlich anstehen, wer es in das neue Musical geschafft hatte. Ich hatte mich ‘casten’ lassen, wie immer eigentlich. Ob ich es diesmal endlich auf eine anständige Rolle gebracht hatte? Ich war extra noch mal zu dem Lehrer hingegangen und hatte ihm von meinen Plänen erzählt, von allem, was mich perfekt für diese Rolle machen würde. Eigentlich war es unnötig, ihm war genau, wie mir klar, das ich eine gute Besetzung wäre. Wäre da nicht…
Mist, das war ja wieder klar, ich hatte es nicht geschafft, nicht mal eine kleine Rolle hatte ich dieses Mal bekommen. Enttäuscht wandte ich mich wieder ab, als ich doch noch meinen Namen erblickte. War das der ernst? Zweitbesetzung? Wie geil! Das war ja besser als alles, was ich bisher hatte. Nur, gegen Lindsay? Nee, die war ja nie krank, das würde nichts werden. Wär ja auch zu schön gewesen. Aber immerhin wusste ich jetzt, das der Lehrer, Herr Hofman, mir die Rolle zutraute. Dafür war ich ihm dankbar. Naja, ich wusste, das ich es konnte.
Ich sah nach, wer im Notfall mein Spielpartner werden würde. Mir blieb fast das Herz stehen. Bill? Bill Kaulitz? Nein, das konnte nicht sein, vor dem würde ich ja keinen Ton rausbekommen, das war doch bis jetzt jedes Mal so gewesen, wenn ich mit ihm sprechen ‘musste’. Bei ihm war ich eben so verdammt schüchtern…
Erst mal, wer ist Bill? Es is einfach wow! Der beliebteste Schüler hier an der Schule, der begnadetste Sänger und Schauspieler, den ich kenne und so verdammt süß. Ich hatte schon seit der Grundschule mit ihm zusammen Unterricht, aber richtigen Kontakt hatten wir nie gehabt. Ich war eben dieses graue Mäuschen, so nannten mich viele. Ich machte nicht viel Wind um mich, kleidete mich weder auffallend noch machte ich auf sonst eine Weise groß auf mich aufmerksam. Außer im Theater, da wollte ich immer dabei sein. Bekam eben wegen meinem ‘Stand’ immer nur kleine Rollen. Herr Hofman achtete bei der Besetzung sehr auf die Beliebtheit der Schüler, was er natürlich nie zugeben würde, was allerdings klar, war, weil er ja bei der Aufführung volles Haus haben wollte. Und in eine Vorstellung, in der das Mauerblümchen die Hauptrolle hatte, da wollte ja keiner kommen.
Aber zurück zu Bill. Wie gesagt er ist der Beliebteste Schüler der Schule und so ziemlich alle Mädchen stehen auf ihn. Die, die nicht auf ihn stehen, sind entweder schon vergeben oder stehen auf seinen Bruder Tom. Ich stand schon immer auf ihn. Hatte auch einige Fächer mit ihm. Kunst zum Beispiel, das ist eines meiner Lieblingsfächer, da ist er auch, und natürlich einer der besten Schüler. Wir sind auch beide im Chor, er bekommt immer die Solostimmen, ich fall zu wenig auf, deswegen bekomm ich die nicht. Warum er im Chor ist und dann noch gerne in den Schulmusicals mitspielt kann ich nicht ganz verstehen, immerhin hatte er eine eigene Band, Devilish, die sind das angesagteste der Gegend. In der Band spielen noch sein Bruder und zwei Jungs von einer anderen Schule im Umkreis. Sie waren echt der Hammer, ich hatte mich ihre CD besorgt, und sie war einfach Klasse.
Ich? Ich bin übrigens Kira, Kira Martens, 16 Jahre alt. Ich singe gerne, hab auch Gesangsunterricht, spiele gern Theater und bin auch in einer Gruppe in der Stadt dabei, manchmal, wenn sie noch jemanden brauchen. Zweimal die Woche geh ich ins Tanzstudio, mich etwas fit halten. Alles das mach ich in der nächsten Stadt und niemand weiß darüber bescheid, bis auf meine beste Freundin Anna. Sie stand total auf Tom, traute sich aber auch mit ihm zu sprechen. Die beiden machten auch manchmal was zusammen. Im Grunde genommen waren sich Bill und Tom nicht wirklich ähnlich. Während Bill schon etwas auf Großkotz *gott war er süß wenn er sich aufspielte* machte und seine Beliebtheit genoss, war Tom eher etwas zurückgezogen, zog einfach sein Ding durch.

28.12.06 02:42


alles lüge #1

+Bill+

Neugierig lief Bill zum schwarzen Brett, heute, so hatte der Lehrer angesagt, würde er die Liste aushängen. Die Liste mit der Besetzung für das nächste Theaterstück, eine Musicalversion von Romeo und Julia. Er war bis jetz in jedem Stück mit dabei gewesen, manche verstanden es nicht, wieso er mitmachte, aber die meisten bewunderten ihn. Man konnte schon sagen, das er zu den beliebtesten der Schule gehörte.
Endlich kam er vor der Liste an, vor der schon ziemlich viele neugierig standen. Auch seine Freunde waren mit dabei. Sie sahen ihn kommen und ihm entgegen.
Kevin: Glückwunsch, Alter, du hast die Hauptrolle, neben Lindsay. Bill: Echt? Ist das dein ernst?
Niclas: Ja, sicher, wer wär denn auch besser für die Rolle geeignet, als du?
B: Und Lindsay?
K: Ja. Wow, für die würde ich mich auch echt auf der Bühne zum Affen machen.
N: Das machst du eh immer, dafür brauchst du keine Bühne!
Lindsay: Hey Bill, na freust du dich schon auf unsere Zusammenarbeit?
K/N: Uuuhhh!
B: Aber sicher! Und du?
L: Kanns kaum abwarten.
Sie drehte sich wieder um, kniff aber davor noch schnell in Bills Po, dann ging sie arschwackelnd den gang hoch.
N: Ey Junge, ich bin so neidisch auf dich, wie kann man nur so viel Glück haben, wie du?
K: Stimmt, dir liegen die Mädels scharenweise zu Füßen. Wie machst du das?
B: Nich traurig sein, Jungs, ihr werdets schon auch noch schaffen eins abzubekommen!
K: *lol* Habt ihr eigentlich gesehen, wer Zweitbesetzung ist?
B: Für wen?
K: Für die Rolle der Julia.
B: Nee, wer denn? Und warum lachst du so scheiße.
K: Weil SIE die Zweitbesetzung is…
B: SIE SIE?
K: Ja!
B: Oh. Naja Lindsay wird eh nich krank, also muss ich mir da keine Sorgen machen.
K: Ja. Na komm alter, wir wollten doch noch deinen Bruder beim Training anfeuern.
Bills Bruder, besser gesagt Zwillingsbruder, war in der Basketball Mannschaft der Schule. Er war echt der beste Spieler der Gegend. Das verschaffte ihm fast so viel Erfolg bei den Mädchen, wie Bill, aber nur fast…

28.12.06 02:39


[one shot] - ~~Für Dich Allein~~

Ich weiß gar nicht mehr, wie es jetzt genau dazu gekommen ist. Ich war auf diesem Tokio Hotel Konzert, hatte es sogar geschafft in die erste Reihe zu kommen. Bill schaute mich kurz an, direkt in meine Augen, ich vergas alles um mich herum. Ich wurde auf die Bühne gezogen, sollte ‘Schrei’ mit zu Ende singen. Keine Ahnung, ob es richtig war, was ich da von mir gegeben hab. Ein Security Mann komm, Bill flüsterte ihm was zu, wurde von der Bühne geführt, aber nicht mehr zurück in die Konzert Halle. Nein, es waren die privaten Räume von Tokio Hotel, die Backstage Räume. Was sollte ich den hier? Der Mann sagte einfach, ich solle warten. Na gut. Es wurde laut, irgendwann, ich weiß nicht wie lange später, Bill betrat den Raum, sagte etwas zu mir. Ich war immer noch wie weggetreten. Das nächste was ich dann weiß, ich bin mit ihm, im selben Bett aufgewacht. Von da an waren wir unzertrennlich. Ich legte die Schule auf Eis und begleitete ihn, wo auch immer er war. Ich liebte ihn, von ganzem Herzen. Nun dauerte es auch nicht lange, bis der Rest mitbekam, da ist jemand, immer in Bills Nähe. Wer ist das? Tokio Hotel wurden zu Viva eingeladen, das große Rätsel zu lüften und jetz sitz ich hier, auf der Bank, neben Bill und Gülcan, im Live Fernsehen. Wir erzählen, wie wir zusammen gekommen sind, nicht lange her, aber wir sind glücklich miteinander. Dann verlassen wir das Studio wieder, zu Fans, sie kreischen. Die anderen vier gehen zu ihnen hin, ich will durch, direkt zum Wagen. Da werde ich abgefangen, ein weiblicher Fans winkt mich, fragt mich: “Bist du Bills Freundin?” ich erwidere “Ja!” Sie kommt meinem Ohr näher “Ich hasse dich dafür!” flüstert sie. Genau in diesem Moment spüre ich etwas kaltes zwischen meine Rippen fahren und sich wieder entfernen. Ich sehen an mir runter, Blut, überall Blut. Menschen schreien, meine Beine geben nach, werde aufgefangen, Bill, hat Tränen in den Augen. Nicht weinen, mein Schatz! Mein Körper wird schwächer, ich warte auf die Erlösung. Bill kniet sich auf den Boden, hält mich fest in seinen Armen, weint. “Bitte stirb nicht!” “Ich liebe dich…” Geschwächt schließe ich meine Augen, spüre eine von Bills Tränen, tropft auf mein Gesicht. Er drückt meine Hand, ich weiß, erliebt mich auch, traut es nicht zu sagen…

Ich öffne meine Augen, blicke den weinenden Bill an, sehe auf, hinterlasse meinen leblosen Körper in seinen Armen. So kann ich es nicht enden lassen. Cih vereine meinen Geist mit Bills Körper, denke: ‘Bill, geh deinen Weg, lass mich ziehn. Ich werde immer bei dir sein, ich liebe dich. Und nun geh!’ Bill nickt und mein Geist verlässt seinen Körper wieder. Ich wende mich dem wartenden Licht zu, dreh mich doch noch ein letztes Mal um. Bill, du tust das Richtige. Er steht auf, lässt meinen Körper liegen, wendet sich ab, trottet mit gesenktem Kopf durch die Stumme Menge davon. Glaub mir, es war das Richtige! Das Licht, ich schwebe darauf zu und singe “Wenn nichts mehr geht, werd ich ein Engel sein, für dich allein…” Ich spüre, wie Bills Blick sich zu mir hoch wendet. Er hat mich gehört, weiß Bescheid, ich werde immer bei ihm sein. Ich werd ein Engel sein, für dich allein…

25.12.06 23:56


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